Das Credo der Situationsabhängigkeit. Ein Interview mit der Philosophin Steffi Hobuß

Dr. Steffi Hobuß‘ Augen lächeln freundlich durch ihre runden Brillengläser, als sie uns in ihrem Büro begrüßt. Nach einem Studium der Philosophie, Germanistik, Geschichte und Sozialpsychologie an der Universität Hannover schrieb sie eine Doktorarbeit über Wittgenstein. An der Leuphana lehrt und forscht die Philosophin seit nunmehr 20 Jahren. Ihre fachlichen Interessen sind weit gespannt. Frau Hobuß beschäftigt sich mit Themen aus der Sprachphilosophie, Sozial- und Kulturphilosophie und Interkulturellen Philosophie, der Ästhetik und den Gender Studies. Dementsprechend engagiert sie sich nicht nur in einer Vielzahl verschiedener philosophischer Organisationen, sondern auch in einem von ihr geleiteten transdisziplinären Forschungsprojekt, das sich dem Problemkontext „Transformation – Kultur – Geschlecht“ im deutsch-tunesischen Vergleich widmet. Wir durften mit ihr über das Startwochenthema „Diversität“ und über Differenzphilosophie sprechen.

Startwochenjournal: Das diesjährige Thema der Startwoche lautet „Diversity“. Wie würden Sie das Wort Diversität recht kurz und prägnant beschreiben?
Dr. Steffi Hobuß: Mit kurzen und prägnanten Beschreibungen bin ich etwas schlecht (lacht). Als Wittgensteinianerin bin ich eher gegen solche kurzen Definitionen; insofern finde ich es schwierig. Ich würde immer darauf verweisen, dass es so etwas gibt wie Biodiversität, aber auch so etwas wie kulturelle Diversität. Es ist also ein Begriff mit sehr, sehr unterschiedlichen Anwendungen und insofern ein Begriff der keinen gemeinsamen Kern hat. Deswegen fällt es mir schwer, hier eine Wesensdefinition zu geben.

Startwochenjournal: Speziell die kulturelle Diversität im Blick, wo und wie begegnet uns diese?
Dr. Hobuß: Ich finde es sehr schön, dass Sie gesagt haben, dass uns Diversität begegnet. Auf der einen Seite ist sie nämlich etwas, was uns tatsächlich begegnet, auf der anderen Seite ist sie aber auch etwas, was konstruiert wird. Wichtig ist, dass man beide Seiten bedenkt. Kulturelle Diversität begegnet uns auf ganz vielen Ebenen; die Frage ist, ob wir unter kultureller Diversität auch soziale Diversität verstehen wollen. Dann begegnet sie mir natürlich auch in unterschiedlichen Klassen, wie es manche Theorien sagen, oder auch in einem ökonomischen Denken, wenn Güter ungleich verteilt sind. Das meint, um es mit Bourdieu zu sagen, eine Ungleichverteilung jeglichen Kapitals, sei es soziales, kulturelles, wissenschaftliches oder ökonomisches. Einem begegnen ja dauernd Menschen, bei denen diese Kapitalsorten sehr unterschiedlich verteilt sind.
Bis jetzt habe ich in erster Linie von Menschen gesprochen. Bei kultureller Diversität geht es aber auch um kulturelle Praktiken oder Artefakte. Der Tango beispielsweise als immaterielles Kulturerbe ist eine kulturelle Praxis, die nicht aus Deutschland kommt, sondern aus Argentinien. Dieses Beispiel zeigt auf, dass es in unterschiedlichen historischen und geographischen Kontexten unterschiedliche Praktiken gibt, weshalb man auch hier von Diversität sprechen kann. Hier befindet man sich eher auf einer ästhetisch-symbolischen Ebene in Ergänzung zu der ökonomischen oder Gerechtigkeitsebene, von der ich zuerst sprach.

Startwochenjournal: Welche Rolle spielt hier, Ihrer Meinung nach, Differenz für Diversität?
Dr. Hobuß: Das ist eine sehr interessante Frage. In der Philosophie ist der Begriff der Differenz enorm wichtig und spielt immer mit, wenn es um Diversität geht. Es gibt sehr unterschiedliche Sinne, in denen man von Diversität sprechen kann. Eine Bedeutung könnte Varietät, eine andere Differenz, in einem etwas handfesteren Sinn, sein. Differenz ist hierbei genauso schwer zu erklären, wie schon Diversität. Gemein ist beiden, dass sie einem begegnen. Ich kann Differenz wahrnehmen. Hier sind zum Beispiel zwei Stifte (Frau Hobuß legt einen Bleistift und einen Fine-Liner vor uns ab). Zwischen diesen beiden besteht eine Differenz; sie sind nicht identisch. Wichtig ist dabei, dass diese Differenz zwischen den Stiften nicht kontextunabhängig an den Gegenständen klebt. Es ist keine kontextunabhängige Eigenschaft der Gegenstände, sondern etwas, was auch in unserer Wahrnehmung passiert. Wir könnten nämlich auch sagen: „Hier sind zwei Stifte, die einander sehr ähnlich sind, die sich beide als Stifte von dieser Tasse (Sie stellt eine Tasse neben die beiden Stifte) unterscheiden.“ Damit habe ich jetzt eine Differenz zwischen den Stiften und der Tasse gemacht. Es kommt also auf die Ebenen, auf die Kontexte an, und worauf ich achte. Je nachdem, von welcher Ebene aus ich gucke, kann ich ganz unterschiedliche Differenzen einziehen, was sich wiederrum auf den Diversitätsbegriff übertragen lässt. Auch Diversität ist kein kontextunabhängiges Merkmal. Daran kann man am Begriff der Differenz sehr gut aufzeigen, was meiner Meinung nach für den Begriff der Diversität wichtig ist.

Startwochenjournal: In der Philosophie gibt es ein recht spezifisches Gebiet, das sich näher mit Differenz(en) beschäftigt. Können Sie uns einmal genauer erläutern, womit sich die Differenzphilosophie auseinandersetzt und was dieses Denken in Differenzen letztlich erreichen möchte?
Dr. Hobuß: (kurzes Zögern) Das ist eine riesige Frage. Es gibt eine sehr schöne Einführung von Heinz Kimmerle in die Philosophien der Differenz, die mit Hegel beginnt, der sich auf erkenntnistheoretischer Ebene mit Differenz auseinandergesetzt hat. Viel später in der Philosophiegeschichte ist bei Adorno Differenz auf einer expliziter politischen Ebene wichtig. Bei Adorno geht es oft um das, was das Nicht-Identische heißt. Das klingt so ein bisschen wie ein Zauberwort. Das ist etwas, was es eigentlich geben müsste oder sollte, aber nicht wirklich gibt. Adorno hat, aufgrund seiner Erfahrungen mit der nationalsozialistischen Herrschaft eine eher pessimistische Einschätzung der Gesellschaft. Er bezeichnet die zeitgenössische Gesellschaft als eine „verwaltete“ und als eine Gesellschaft des Immergleichen. In Adornos und Horkheimers Theorie der Kulturindustrie gibt es die Diagnose, dass die Produkte, die die Kulturindustrie liefert, immergleich sind; Fernsehserien, die man guckt, täten nur so, als wären sie unterschiedlich, letztlich seien sie immergleich. Bei den Erzeugnissen populärer Kultur gäbe es eigentlich keine Differenz.
Was hier auf der Ebene kultureller Produkte angeführt wird, würde Adorno auf ganz viele Ebenen der Gesellschaft übertragen. Auch da gibt es, ihm zufolge, keine wirkliche Differenz, keine wirkliche Abweichung. In der besseren Gesellschaft aber, die ihm immer vorschwebt, müsste es wirkliche Differenz geben. Das ließe sich auch auf den Umgang von Menschen untereinander übertragen. Vor dem Hintergrund der Flüchtlings-Debatten, der Rassismus-Kritik, oder auch der Erklärung der Menschenrechte geht es darum, zu sagen, dass alle Menschen gleich sind. Dies birgt allerdings die Gefahr, dass man den Differenzen, die zwischen Menschen in irgendeiner Hinsicht tatsächlich bestehen, nicht gerecht wird. Andererseits aber ist das Pochen auf Differenzen auch wieder gefährlich, weil dort Dinge festgeschrieben werden, die zu Rassismus führen können. Es ist also wichtig zu konstatieren, dass es viele Ansatzpunkte für das Denken in Differenzen gibt. Der hegelianische ist beispielsweise nicht so direkt politisch wie der von Adorno. Das ist insbesondere wichtig bei der Frage nach dem, was die Philosophien der Differenz wollen.

Startwochenjournal: Welche Vorteile hat ein Denken in Differenzen gegenüber einem universalistischen Denken, das beispielsweise auf einen Nenner bringt, dass wir alle Menschen sind, und so der Flüchtlings-Thematik begegnet?
Dr. Hobuß: Das ist eine wichtige Frage und ich möchte vorsichtig darauf antworten, weil das ein starkes Spannungsfeld ist. Die Betonung von Gleichheit hat ihr gutes Recht und die Betonung von Differenzen hat ihr gutes Recht. Auch da gibt es kein situationsunabhängiges „richtig“ oder „falsch“. Es gibt Situationen in denen es politisch wichtig ist, auf Gleichheit zu pochen; beispielsweise bei der Erklärung der Menschenrechte. Was wären aber die Orte, an denen es wichtig ist, Differenzen, also Diversitäten, zu betonen im Gegensatz zur Gleichheit? Das sind die Kontexte, in denen eine „schlechte“ Universalisierung unterdrückt. Immer dann, wenn Universalisierung Dinge vernachlässigt und unterdrückt, die man wichtig findet, muss auf diese Differenzen wieder hingewiesen werden. Ein Beispiel dazu finde ich immer ganz toll aus der uralten Fernsehserie „Star Trek“. In einer Folge argumentiert jemand in einer Art Rat der Planeten mit den Menschenrechten. Dabei beruft er sich auf diese als eine universalisierende Kategorie. Dann meldet sich aber eine andere nicht-menschliche Person und sagt: „Ach, Menschenrechte. Sowas rassistisches!“ Aus einer bestimmten Perspektive sind Menschenrechte eben auch etwas Rassistisches. Daran kann man sehen, dass auch eine totale Universalisierung nicht reicht. Wenn man zum Beispiel sagt: „Wir sind ja keine Rassisten, oder Sexisten. Für uns spielt die Differenz von Hautfarben oder Geschlechtern keine große Rolle; für uns sind alle Menschen gleich.“ Das kann zu so etwas wie Farbenblindheit oder Geschlechterblindheit führen. Gerade Rassismus ist in Deutschland aufgrund der Nazi-Zeit ein Tabu. Trotzdem existiert aber struktureller Rassismus wegen dieser Art von Blindheit gegenüber Differenzen, die tatsächlich zu Benachteiligungen führen können. Als schwarz rassialisierte Menschen werden beispielsweise von Behörden oder in der Öffentlichkeit im hegemonial weißen Deutschland an vielen Orten benachteiligt. Mit der Entgegnung: „Ja, aber alle Menschen sind doch gleich“, dethematisiere ich die Benachteiligung. Da muss man auf Differenzen gucken.

Startwochenjournal: Betrachtet man aktuelle innenpolitische Spannungen in Deutschland, bekommt man aber vermehrt den Eindruck, dass Differenz, wenn sie uns als Fremdheit begegnet, auch beängstigend sein kann. Beispiel AfD oder Pegida. Baut das Denken in Differenzen dann nicht mehr Mauern als Brücken?
Dr. Hobuß: Wie ich bereits angesprochen habe, ist es nicht in jeder Situation sinnvoll, auf Differenzen zu verweisen. Im Gegenüber zu Mitgliedern der AfD oder Pegida ist es ganz bestimmt nicht vorteilhaft, Fremdheit zu betonen. Stattdessen sollte man hier eher Gleichheit und Menschenrecht in den Vordergrund stellen. Das lässt sich aber nicht situationsunabhängig feststellen. Dazu hat Jacques Derrida etwas sehr Schönes gesagt. Ihm zufolge gibt es Orte, an denen man für bestimmte benachteiligte Gruppen Partei ergreifen muss. Dieses Einstehen für Benachteiligte erfordere, dass sich diese Gruppe als differente Gruppe von anderen unterscheide. Man müsse aber auch darauf achten, dass sich hier kein identitärer Reflex einspiele. Es besteht nämlich die Gefahr, dass sich die Betonung von Differenz in ganz schlimmer Weise instrumentalisieren lässt. Deswegen muss man mit diesem Begriff auch sehr vorsichtig sein.

Startwochenjournal: Sie sagen also es sei wichtig, weder Differenzen, noch universelle Gleichheit überzubetonen. Geht es dann immer nur darum, die richtige Mitte zu finden?
Dr. Hobuß: Das würde ich so nicht sagen. Das wäre ja auch wieder eine situationsunabhängige Devise, wenn ich ohne Beachtung der Situation immer eine Mitte finden müsste zwischen der Betonung von Differenzen und Universalisierung. Ich würde eher eine Art Credo der Situationsabhängigkeit vertreten; keine Mitte zwischen Diversität und Universalisierung, sondern ein sehr genaues situationsabhängiges Gespür.

Startwochenjournal: Würden Sie Ihr „Credo der Situationsabhängigkeit“ auch auf andere aktuelle Diversitätsthematiken übertragen und anwenden, beispielsweise auf den Umgang mit oder die Integration von Geflohenen?
Dr. Hobuß: Ja. Das fängt schon dabei an, zu fragen, was wir eigentlich unter Integration verstehen, und ob wir das dann wollen. Das sind Fragen, die noch gar nicht geklärt sind. Vor ein paar Jahren haben wir uns in einem Seminar damit beschäftigt, dass Bushido im Jahr 2011 den Bambi für Integration bekommen hat. Da kann man sich fragen, wer eigentlich wann was unter Integration versteht. Ich finde aber, das Beispiel macht deutlich, dass man auch hier einen sehr situationsbezogenen Blick haben sollte. Ich bin skeptisch gegenüber einem allgemeinen Begriff von Integration, der als Ziel festgelegt wird und für alle Orte der Gesellschaft funktionieren soll. Ich spreche lieber, wie auch Judith Butler das in Anschluss an Hannah Arendt tut, von Kohabitation. Das Zusammenleben von Menschen an einem gleichen Ort zur gleichen Zeit ist zunächst auch das, was ich beobachten kann. Das ist vorerst sehr vorsichtig formuliert, von Integration ist noch keine Rede. Trotzdem macht man die Erfahrung, dass es sich hier um ganz unterschiedliche Menschen handelt. Von meiner subjektiven Perspektive aus erlebe ich also Fremdheit und Diversität. Es sind Leute dabei, deren Sprache ich nicht kenne, deren Namen ich nicht aussprechen kann, die ganz anders aussehen, als ich es gewohnt bin. In dieser Diversität gibt es vielleicht Aspekte, die ich nicht mag und trotzdem lebe ich mit diesen Menschen zusammen. Da stellt sich gar nicht so sehr die Frage, ob man Integration will, oder nicht, sondern vielmehr die Frage, wie man die Kohabitation gestalten will. Hier begegnet mir Fremdheit. Gleichzeitig muss man sich klarmachen, dass Differenz, Fremdheit und Diversität immer auch etwas Konstruiertes sind. Das wäre auch meine Antwort auf Pegida-Anhänger. Damit meine ich, dass man Fremdheit zwar im Kontakt mit Personen erlebt, dass es aber nichts ist, was an sich diesen Personen zukommt. Es handelt sich vielmehr um einen sozialen Konstruktionsprozess, weil ich es so erlebe. Wenn ich dann Leute kennen lerne, finde ich das, was ich vorher fremd fand, danach vielleicht gar nicht mehr fremd.

Startwochenjournal: Welche Rolle messen Sie hier der Sprache bei, insbesondere wenn es um die Konstruktion von Fremdheit und auch Diversität geht?
Dr. Hobuß: Ich komme ja aus der Sprachphilosophie und denke diese Konstruktionsprozesse nach dem Vorbild sprachlicher Konstruktionen. Ich meine damit nicht, dass ich durch das Sprechen des Wortes „Tasse“ damit zugleich den Gegenstand erzeuge, sondern ich denke, dass man anhand der Sprache viel darüber lernen kann, wie solche Prozesse der Fremdheitskonstruktionen ablaufen. Ich bin beispielsweise deutsche Muttersprachlerin und fühle mich in keiner Sprache so zuhause, wie im Deutschen. Das ist wirklich meine Sprache. Trotzdem ist es aber nicht meine Sprache, weil es sie ja schon vorher gegeben hat und sie schon viele hundert Jahre gesprochen wurde. Ich bin nur zufällig, ganz kontingent an diesem Ort der Erde geboren worden, an dem mir die Leute Deutsch beigebracht haben. Kinder werden ja auch nicht gefragt, ob sie damit einverstanden sind, wenn sie eine bestimmte Sprache lernen. Wittgenstein würde sagen, sie werden dressiert, was ziemlich böse klingt, aber insofern richtig ist, als dass wir uns das nicht aussuchen. Die Sprache ist eben da, und ich kann jetzt nicht, weil ich ganz individuell sein möchte, eine ganz andere Sprache sprechen, weil mich dann niemand mehr versteht. Ich muss mich folglich der allgemeinen Sprache bedienen, um verstanden zu werden.
Auch zur „schlechten“ Universalisierung können wir anhand der Sprache etwas lernen, was unter das Sprichwort „Begriffskritik“ fällt. Viele Philosophen, unter anderen Nietzsche und Adorno, sagen, dass Begriffe unzulänglich verallgemeinern. Hier kann ich wieder das Beispiel der beiden Stifte hinzuziehen; wenn ich nämlich beide mit dem Begriff Stift belege, werde ich dem Unterschied zwischen den beiden gar nicht mehr gerecht. Allgemeinbegriffe müssen also, damit sie funktionieren, immer ganz viele Differenzen, ganz viel Diversität weglassen. Adorno sagt deshalb, dass Begriffe immer etwas Gewaltförmiges haben und insofern hat Sprache auch immer etwas Gewalttätiges. Demzufolge hat auch unser Denken, weil es mit Begriffen operiert, immer etwas Gewalttätiges.

Startwochenjournal: Hätten Sie abschließend vielleicht etwas, eventuell auch vor dem Hintergrund dessen, worüber wir bis jetzt gesprochen haben, was sie den neuen Erstsemestern mit auf ihren Weg geben wollen?
Dr. Hobuß: (überlegt kurz) Ich möchte ihnen raten, eine Studienhaltung einzunehmen, die nicht immer danach sucht, was richtig ist, oder die danach fragt, wie es denn wirklich ist, sondern die eher danach fragt, welche Erklärungs- und welche Erkenntnismöglichkeiten es gibt. Ich meine damit eine Haltung, die nicht annimmt, dass es die eine richtige Theorie oder die eine richtige Praxis gibt, sondern die erkennt, dass es mehrere Theorien und mehrere Praktiken gibt, die man testen kann. Es kommt nämlich immer auch, wie ich das jetzt schon mehrfach gesagt habe, auf die Situation und auf den Kontext an. Ich würde den Erstsemestern raten, da eine stets prüfende Haltung einzunehmen.

Das Interview führten Laura Geres und Daniel Popp.

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